Für Nikos Kazantzakis

Ich fürchte nichts
Ich erhoffe nichts
Ich bin frei

Inschrift auf dem Grabstein von Nikos Kazantzakis. Hier auf den Resten eines Venezianischen Walls ruht er seit einem halben Jahrhundert hoch über Heraklion. Vielleicht steht hinter diesem in Stein gemeißelten „Testament“ die einfache und klare Erfahrung: Das gegenwärtige Leben zu lieben und den Tod nicht zu fürchten. Eine Erfahrung, die für ein Leben ohne Rache, ohne Genesung, ohne Vollendung einsteht. Ein Leben, das in gewollter Sinnlosigkeit besser gelebt werden kann, als ein Leben in vergeblicher Sinnsuche.

Was lebendig bleibt findet sich in der Liebe. Was sich erneuert entsteht in der Leidenschaft. Was sich bewegt wird wirksam durch Auflehnung gegen die tägliche Gleichgültigkeit.

 

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