Absurdes Theater in Absurdistan

Damit keine Missverständnisse aufkommen, sage ich es hier ganz ganz direkt: Von Anfang an fühlte ich mich als Darsteller der Fremdheit auf der Bühne des Vergänglichen. Wirklich interessiert hat mich mein Leben nicht. Meine wahre Begabung entdeckte ich früh. Die Kunst der Täuschung in der Flüchtigkeit der Gegenwart. Die Lebenshaltung, dass nichts auf dieser Welt von Bedeutung ist, gab Schutz und helle Leichtigkeit. Vielleicht ist es auch ein gutes Zeichen der Stärke, oder eines ehrlichen Charakters, dem Leben nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Ich wollte meine Sachen hier nur möglichst ordentlich machen und für mich und mein Umfeld möglichst freundlich gestalten. Ohne anderen Menschen zu schaden. Damit konnte ich aus der Defensive heraus ein offenes und aktives Leben führen. Ich werde auch weiterhin in diesem Spiel bleiben, dass Leben heißt und sich von Tag zu Tag selbst verzehrt. Meine Erinnerungen sind nur ein Versprechen auf Zeit.

Menschen

Der Sinn dieses Lebens wird sichtbar in meiner Erfahrung, das Leben nicht weniger wird. Auch nicht mehr. Sondern das Leben ist nur da wo es in diesem Moment ist. Ähnlich einem Schauspieler auf der Bühne, der seine Lieblingsrolle spielt. Es stört ihn nicht, dass die wenigen Zuschauer ihn nicht verstehen. Im Gegenteil. Er fühlte jetzt die Freiheit des Geistes. Bestätigt durch den Beifall seiner Einsamkeit. Eine Freiheit die ihm hilft, sein Spiel, seine Gegenwart zu lieben. Die Bühne, sein Leben, lässt ihn lebendig aus der Gegenwart verschwinden, bis eines Tages der Vorhang fällt.